Carbon Footprint
Der Carbon Footprint richtet den Fokus auf die Auswirkung von Unternehmen oder Produkten auf das Klima. Bei der Berechnung des Carbon Footprint wird mittels einer CO2-Bilanz verdeutlicht, welche Menge an klimawirksamen Gasen, ausgedrückt in CO2-Äquivalenten, entlang des Lebenszyklus freigesetzt werden. Gleich dem Prinzip der Ökobilanz werden Emissionsquellen und –senken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert und die Emissionsmengen ermittelt. Am Ende steht für ein Produkt, einen Gegenstand, ein Gebäude oder ein ganzes Unternehmen ein Carbon Footprint, der zeigt wie hoch die Klimawirkung durch die Nutzung des Objektes ist.
Der Carbon Footprint weist die größten Emissionsquellen auf und bietet somit die Möglichkeit zur Senkung von CO2-Emissionen. Zusätzlich wird das Bewusstsein für klimawirksame Vorgänge in einem Unternehmen gestärkt.
Der Carbon Footprint wird derzeit auf EU- und Bundesebene noch in Pilotprojekten für große Industrieunternehmen untersucht. Da die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen in kleineren Unternehmen sich von Industrieunternehmen maßgeblich unterscheiden, arbeitet die TSB speziell an den Umsetzungsmöglichkeiten der geplanten ISO-Norm 14067 in KMU (kleine und mittelständische Unternehmen). Hierzu ist ein größeres Forschungsprojekt geplant, welches untersucht, wie die neue ISO-Norm für KMU anwendbar ist. Bereits 2008 wurde für eine Weinkellerei ein Product Carbon Footprint erarbeitet, der die Auswirkungen von Vertrieb und Kellerwirtschaft auf das Klima verdeutlichte.


