Energie & Landschaft
Erneuerbare Energien sind ein unverzichtbares Standbein für die Energieversorgung der Zukunft. Klimaschutz und effizienter Ressourceneinsatz für eine nachhaltige, lokale und dezentrale Energieversorgung gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit.
Die Erschließung und Nutzung von erneuerbaren Energien erfordert einen hohen Flächenbedarf. Solar- und Windenergie müssen flächenhaft eingeworben werden, die Erzeugung von Biomasse erfolgt durch großflächigen Anbau von Energiepflanzen. Die steigenden Flächenansprüche der erneuerbaren Energien haben erhebliche Auswirkungen auf das Landschaftsbild, auf den Artenschutz und auf andere Flächennutzungen, wie z.B. die Landwirtschaft zur Futter- bzw. Nahrungsmittelerzeugung. Hier bestehen vielfach fachliche und rechtliche Unsicherheiten, die sich vor allem durch Verzögerungen und Konflikte in Planungs- und Genehmigungsverfahren auswirken. Denn häufig werden kommunale Klimaschutzkonzepte und Potenzialstudien für den Ausbau erneuerbarer Energien erstellt, ohne die landschaftlichen Auswirkungen näher zu betrachten, die jedoch im anschließenden Genehmigungsverfahren einen entscheidenden Aspekt darstellen.
Die Transferstelle Bingen hilft kommunalen und gewerblichen Akteuren beratend und konzeptionell einen nachhaltigen Ausbau der regenerativen Energienutzung zu entwickeln. Wir unterstützen mit wissenschaftlichen Methoden Kommunen und Investoren bei der Suche nach den besten Standorten und definieren in verschiedenen Szenarien die Möglichkeiten zu 100% Erneuerbare Energien. Wir visualisieren Energielandschaften, die helfen schon in der Konzeptphase Auswirkungen durch die Umstellung der Energieerzeugung wahrzunehmen und Akzeptanz in der Bevölkerung durch Transparenz im Planungsprozess zu schaffen.

Kurzstudie: Energiedorf Münchweiler
- Machbarkeitsstudie und Moderation der begleitenden Akteurs- und Öffentlichkeitsarbeit

