Virtuelles Kraftwerk
Auf Grund der sich ändernden Energielandschaft ergibt sich die Notwendigkeit dezentrale Stromerzeuger und Verbraucher über eine gemeinsame Leittechnik zu steuern. Dieser Gedanke resultiert aus der Tatsache, dass in Zukunft - die Zielvorgaben des EEG2009 und des KWKG2009 als erfüllbar vorausgesetzt - die dezentrale Stromerzeugung über 50 % der gesamten Stromerzeugung in Deutschland ausmachen wird. In diesem Fall ist die Frage der Sicherstellung der Stromnetzqualität nur noch mit Hilfe von virtuellen Kraftwerken möglich.
Virtuelle Kraftwerke dienen der energiewirtschaftlich optimierten Einsatzsteuerung dezentraler Energieerzeuger und –verbraucher. Dies können KWK-Anlagen, Notstromaggregate oder auch Kälteaggregate sein. Dabei gilt es, die verschiedenen, voneinander unabhängig arbeitenden Einheiten zu einer nach außen hin gemeinsam wirkenden Einheit zusammenzufassen. Durch dieses zeitweise Zusammenschalten von Anlagen lassen sich gemeinsam Märkte erobern, welche der einzelnen Anlage rechtlich oder wirtschaftlich nicht zur Verfügung stehen.
Das System „Virtuelles Kraftwerk“ liefert eine äußerst zukunftsträchtige Technik, welche bei der zukünftigen dezentralen Energiewirtschaft entscheidende Vorteile bietet.
"Virtuelles Kraftwerk made in Rheinland-Pfalz"
Es existiert in Deutschland ein brachliegender Stromriese. Dies sind die installierten Notstromanlagen, welche über ein virtuelles Kraftwerk zur Sicherstellung der Stromnetzqualität herangezogen werden können. Zur energiewirtschaftlichen Aktivierung dieses Stromriesen fehlte bisher eine sichere, schnelle und kostengünstige Kommunikationstechnik und Leittechnik. Diese wurde von der Transferstelle Bingen im Rahmen des geförderten Projektes „Virtuelles Kraftwerk Rheinland-Pfalz“ entwickelt.
Die TSB entwickelt zusammen mit verschiedenen Partner Virtuelle Kraftwerke und erstellt energiewirtschaftliche Studien zur Direktvermarkung dezentraler Stromerzeuger.
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